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Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Milch nicht ausreicht, können Sie die Milchbildung mit einigen Massnahmen und milchfördernden Lebensmitteln anregen. Gerade in Zeiten von Wachstumsschüben (nachdem 8.-12. Tag, in der 6. Woche und mit etwa 3 Monaten) wird der Hunger Ihres Babys grösser. In dieser Phase braucht es Ihre Geduld, mit den richtigen Massnahmen die Milchbildung anzukurbeln. Es kann sein, dass Sie diese Zeit als anstrengend empfinden, weil es mit dem Stillen plötzlich nicht mehr so eingespielt klappt wie vorher. Nach einigen Tagen produziert Ihre Brust aber mehr Milch und das Stillen pendelt sich wieder ein. Tipps zur Anregung der Milchbildung - Legen Sie Ihr Kind vorübergehend häufiger an, bis die Milchmenge sind auf den höheren Bedarf einpendelt. Pumpen Sie zwischen den Stillmahlzeiten Milch ab. Allerdings nicht weniger als etwa zwei Stunden vor der nächsten Mahlzeit, damit Ihr Kind dann genügend Milch bekommt.
- Legen Sie sich ruhig einen Tag mit Ihrem Baby ins Bett. Ruhen Sie, konzentrieren Sie sich auf Ihr Kind und ignorieren Sie die Aussenwelt. Sie werden sehen: nach 24 Stunden haben Sie wieder genug Milch.
- Achten Sie darauf, dass Sie täglich gut 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Oft vergisst man aber das Trinken. Am besten stellen Sie sich zu jedem Stillen ein Getränk zurecht. Dann wird die verlorene Flüssigkeit gleich ersetzt. Ideale Getränke sind Mineralwasser ohne Kohlensäure, milde Säfte, Kräuter- oder Milchbildungstee, Milch, Kefir oder alkoholfreies Malzbier (gibts in Läden mit Bier-Spezialitäten).
- Für die Milchbildung förderliche Lebensmittel sind Hafer- und Hirseflocken, Reis oder Pasta mit Butter und Reibkäse. Essen Sie diese jeweils rund zwei Stunden vor der nächsten Stillmahlzeit.
- Es kann viele Gründe für zu wenig Milch geben: zu viel körperliche Aktivität, Stress mit mehreren Kindern zu Hause, Überforderung mit der neuen Situation und schliesslich die Sorge, die Milch reiche nicht. Besprechen Sie Ihre Situation mit Ihrem Mann, Ihrer Freundin, Mutter oder einer anderen Vertrauensperson. Versuchen Sie, eine Lösung zu finden, die Ihnen mehr Ruhe und Abstand verschafft. Es gibt vieles, das zwei bis drei Monate warten kann, bis das Stillen nicht mehr so wichtig ist.
- Wenn Sie zuwenig Milch haben und nicht mehr lange weiterstillen wollen, sollten Sie erwägen, ob Sie mit dem Zufüttern beginnen möchten. Bedenken Sie aber, dass Sie damit den Abstillprozess beginnen.
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